Prävention von Grenzüberschreitungen und sexuellen Übergiffen

Als Freizeitorganisation machen wir uns Gedanken, wie wir vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, schützen können und wie bei einem Vorfall reagiert werden muss. Der Stiftungsrat hat die Präventionskommission (PräKo) beauftragt ein Präventionskonzept auszuarbeiten und zusammen mit dem Betrieb um zu setzen.

Kinder sollen bei uns sicher sein!

Aufruf zur Prävention vor sexuellen Übergriffen

Sexuelle Übergriffe auf Kinder, aber auch auf Jugendliche und Erwachsene, sind ein gesamtgesellschaftliches Thema. Sie kommen im privaten Bereich der Familie vor, in öffentlichen Institutionen und nicht zuletzt auch im Freizeitbereich.
Ein Gelände wie Thielle übt eine spezielle Anziehungskraft für potentielle Täter aus. Prävention ist leider eine dauernde Aufgabe, bei der wir alle eine grosse Verantwortung tragen. Wir leben und handeln in Thielle nach dem Grundsatz: Wir tolerieren keinerlei sexuelle Übergriffe oder Belästigungen!

Die Präventionskommission und das Präventionsteam, eingesetzt vom Stiftungsrat, setzen sich für die Prävention ein. Es besteht ein Konzept, in dem die Präventionsmassnahmen, sowie das Vorgehen bei Vorfällen geregelt sind. Meldungen bezüglich Beobachtungen und Vorfällen sollen direkt an das Präventionsteam gerichtet werden. Entsprechende Informationen werden vertraulich behandelt. Das Präventionsteam nimmt die Meldung entgegen, macht eine Fallbeurteilung und trifft den Entscheid über das weitere Vorgehen. Die Information, wer vom Präventionsteam aktuell vor Ort ist, kann beim Empfang eingeholt werden.

Im Zusammenhang mit der Prävention wurden vom Stiftungsrat Regeln verabschiedet, welche im Detail als Aushang bei den Anschlagbrettern nachzulesen sind.

Hier die wichtigsten kurz zusammengefasst:

Grundsätzlich tragen die Eltern die Verantwortung für ihre Kinder und dafür, wo sie sich aufhalten. Wer nicht-eigene Kinder zu sich ins Zelt oder den Wohnwagen nehmen oder die Badebucht verlassen möchte, braucht dazu die Erlaubnis der Eltern. Der Schilfgürtel mit seinen Badebuchten ist kein geeigneter Aufenthaltsort für Kinder, da sich dort immer wieder unbekannte Personen aufhalten. Zum Schutz der Privatsphäre vor unerlaubten Photo- oder Video-Aufnahmen sind Bildaufnahmen sind dem ganzen Gelände untersagt und es gilt auch ein Aufruf zum Verzicht der Benutzung von Mobiltelefonen, Tablets uns ähnlichem in den sensiblen Zonen, insbesondere auf den Liegewiesen, Sportplätzen und am See.

Prävention kann nicht von ein paar wenigen Personen geleistet werden. Wir alle tragen Verantwortung, dass unsere Kinder und wir sicher vor Grenzverletzungen sind. Es geht mir nicht darum, dass nun alle eine Polizisten-Rolle einnehmen, überall verdächtiges Verhalten vermuten und entsprechende Meldungen machen. Ich wünsche mir in Thielle eine Sensibilisierung dieser Thematik. Das heisst für mich, dass wir auf unsere eigenen Grenzen und denjenigen unseres Gegenübers vermehrt achten und diesbezüglich miteinander ins Gespräch kommen. Denn ich bin überzeugt, dass eine Kultur des Hinschauens und direkten Ansprechens Signalwirkung hat und damit die wirksamste Prävention darstellt.

Ursina D.
Mitglied der Präventionskommission (PräKo) und des PräTeam

Kinder sollen Bei uns sicher sein – Aufruf zur Prävention vor sexuellen Übergriffen (pdf, 282kb)